Nachhaltigkeit

10 Tipps für einen plastikfreien Haushalt

Plastikfreier Haushalt – muss das sein?

Heute möchte ich mit euch über einen plastikfreien Haushalt sprechen. Das klingt vielleicht schwierig und kompliziert, ist es aber überhaupt nicht! Wie ihr sicher schon wisst ist Plastik sehr schlecht. Es ist nicht nur für unsere Gesundheit schädlich, sondern verschmutzt auch unsere Erde und kann niemals kompostiert oder ähnliches werden. In letzter Zeit sehe ich immer wieder Videos von Plastik im Meer, toten und verletzten Tieren. In Asien sind ganze Wälder und Flüsse voll mit Plastik. Landstriche, die nie wieder sauber sein können.

Auch Österreich verschmutzt die Welt mit Plastik

Auch in Österreich wird Plastik nicht immer wieder verwendet, sondern verbrannt. Die Verschmutzung der Weltmeere ist auch in unserer Verantwortung, da der ganze Abrieb unserer Reifen, Mikroplastik aus billiger Kleidung und Kosmetik…landen alle im Abwasser und somit letztendlich auch im Meer. Plastik bleibt für immer auf dieser Welt. Es verschmutzt unsere Erde, unsere Meere, tötet Tiere, ist krebserregend und einfach gefährlich. Leider ist es ein sehr günstiger Rohstoff und viele (auch ich früher) glauben, dass es mittlerweile unmöglich ist ohne Plastik zu leben. Das ist aber nicht so … wie haben die Menschen früher gelebt, als es noch kein Plastik gab? Keine Verpackungen, keine Vorratsdosen oder Einkaufssäcke? Sogar in der römischen Antike haben die Menschen ihre Lebensmittel aufbewahrt und zwar in Tongefäßen. Unsere Großeltern haben ihre Speisen in Gläsern gelagert und sind mit Körben einkaufen gegangen. Warum ist diese Einkaufsart verloren gegangen? Natürlich es ist immer mühsam einen Korb mitzutragen und wenn man mal spontan etwas kauft hat man den meistens nicht mit.

Kampf gegen Plastik in Österreich

Kampf gegen Plastik: Die Meere ersticken im Plastikmüll – und dazu tragen auch wir in Österreich bei. Pro Kopf verursachen Österreicher im Jahr über 34 Kilo Plastikmüll. Das ZIB Magazin berichtet:

Gepostet von Zeit im Bild am Mittwoch, 6. Juni 2018

10 Tipps für einen plastikfreien Haushalt

Ich möchte euch heute einige sehr einfache Tipps für einen plastikfreien Haushalt geben, die wirklich jeder umsetzen kann. Ohne viele Schwierigkeiten, ohne viel Aufwand.

Die Einkaufstasche, ein Stoffbeutel, mitnehmen

Einen kleinen Stoffbeutel hat wohl jeder zu Hause und wenn man den ordentlich zusammenlegt passt der auch in jede Handtasche. Die Plastiksackerln die es an der Kassa gibt sind nicht notwendig.

Thermobecher, statt Coffee to go

Das klingt vielleicht mühsam, ist aber wirklich kein großer Aufwand. Es gibt mittlerweile so viele hübsche Thermosbecher zu kaufen, die euren Kaffee nicht nur länger warm halten, als die Einwegbecher vom Bäcker, sondern auch noch Müll vermeiden. In vielen Kaffeehäusern bekommt man den Kaffee sogar schon um einiges günstiger, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt.

Plastikfrei einkaufen

In wirklich jeder Stadt dieser Welt gibt es Märkte. Ob Bauernmärkte oder andere Arten, überall gibt es Märkte in denen man Obst und Gemüse nicht nur regional, sondern auch plastikfrei kaufen kann. Besorgt euch ein paar Obst- und Gemüsenetze und schon kann es losgehen. Keiner braucht in Plastik verpackte Bananen oder Karotten. Die schmecken plastikfrei nicht nur besser, sondern schimmeln auch nicht so schnell.

Feste Seife, statt Flüssigseife

Feste Seife kann man einfach so kaufen und die ist sogar gar nicht teuer. Flüssige Seife ist immer in Plastikflaschen verpackt und hält zudem gar nicht so lange, wie feste Seifen. Hier gibt es ein Rezept für selbstgemachte Seifen!

Plastikflaschen vermeiden

Trinkwasser, vor allem in Österreich und Deutschland ist einfach das allerbeste Wasser der Welt. Wieso nützen wir das nicht aus? Es ist nicht nur köstlich, sondern auch gratis! Also füllen wir unsere Flaschen am besten schon zu Hause auf, anstatt uns unterwegs Einwegflaschen zu besorgen. Auch Strohhalme sind zu vermeiden! Kauft euch welche aus Stahl, wenn ihr wollt. Ich hab meinen immer in meiner Tasche dabei.

Plastikfreie Rasierer

Ganz ehrlich ein Sommer ohne rasierte Beine ist fast nicht vorstellbar und den Partner zu küssen, wenn man nur Barthaare im Mund hat genauso wenig. Ein Leben ohne Rasierer geht also gar nicht. Aber leider sind die meisten Rasierer auch aus Plastik und landen nach ein paar Wochen im Müll. Ich habe meinen Rasierer schon seit 1,5 Jahren und muss nur hin und wieder eine neue Klinge kaufen. Besorgt euch Rasiermesser oder Rasierhobel! Die schauen nicht nur viel schöner aus, sind auch noch nachhaltiger und langlebiger als jeder herkömmliche Rasierer!

Selber machen, statt kaufen

Es gibt viele Dinge die man selber machen kann und auch sollte. Finger weg von Fertigprodukten! Die sind nicht nur voll mit Zucker und anderen grauslichen Dingen, sondern produzieren auch stets Verpackungsmüll. Nussmilch, Hafermilch, Marmelade, Badekugeln, Seife … alles ist möglich und macht sogar richtig Spaß. 😊 Außerdem weiß doch auch jedes Kind, selbstgemacht schmeckt immer am besten! Auch für Nussmilch gibt es ein Rezept für euch!

Damenhygiene

Tampons und Binden produzieren extrem viel Abfall. Ich habe mich lange gesträubt Alternativen auszuprobieren, doch irgendwann hab auch ich den Sprung geschafft und bin zur Zero-Waste Alternative gekommen. Menstruationstassen und Baumwollbinden sind einfach das allerbeste! Seit über zwei Jahren verwende ich diese Sachen und ich denke mir jedes Mal, dass ich so dankbar dafür bin in diesem Bereich keinen Müll mehr zu produzieren. Stellt euch mal vor, wieviel Müll das erzeugt! Wie viele Frauen gibt es auf der ganzen Welt? Jede bekommt bis zu 12x im Jahr ihre Tage und verwendet mehrere Tampons pro Tag! Das sind Tonnen an Müll!

Werbeprospekte abbestellen

Werbung? Nein danke! Ein kleines Schild am Postfach und an der Haustüre genügen und man bekommt keine Werbung mehr. Wenn man sich für verschiedene Angebote interessiert gibt es genug Apps und Möglichkeiten diese Dinge im Internet zu recherchieren. Die App „Marktguru“ zum Beispiel ist eine super Alternative!

Wiederverwendbare Stoffe verwenden

Nicht nur Abschminktücher, auch Wettextücher und Taschentücher kann man aus Stoff verwenden und jederzeit waschen und wiederverwenden. Übrigens wenn man Schnupfen hat und nur Stofftaschentücher verwendet, bekommt man keine wunde und rote Nase! Hab das an mir selbst getestet!

Alles Liebe,

Johanna

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